Historie

Zu einer Zeit als Pferde und Kutschen noch zum üblichen Stadtbild gehörten und Rösser einzige Antriebskraft zur schnellen Fortbewegung waren, gründete Sattlermeister Heinrich Mandelartz am 02. März 1881 gleichnamige Firma in Stolberg/Rheinland. Aufgabe des jungen Unternehmens war die Herstellung von Fahrgeschirren, Leiterwagen und Feuerlöschfahrzeugen.

Der unter der umsichtigen Führung des Gründers ständig wachsende Betrieb forderte 1909 eine Verlegung des Hauptsitzes nach Aachen. Die Pferde, die die Löschfahrzeuge zogen wurden dann mit der Zeit durch Kraftfahrzeuge ersetzt. Fortan wurden die neuen Motorfahrzeuge bestückt, Sicherheits-, Fahrgeschirre, Zaumzeug und Sättel jedoch weiterhin produziert. Der Firmengründer, der bis ins hohe Alter das Wohlergehen des Unternehmens und das seiner Mitarbeiter gefördert hat und um den Ausbau stets besorgt war, starb im Jahr 1944.

Die Geschäftsleitung oblag bereits seit Jahren Herrn Herman Mandelartz sen., der bereits im Jahre 1909 in die Firma eintrat. Durch Kriegseinwirkung wurde die Firma schwer betroffen; am 13. Juli 1943 wurde der Betrieb restlos und der Ausweichbetrieb in Heimbach/Eifel teilweise zerstört. Ebenso gingen Ausweichlager in Westfalen und Thüringen verloren. Nach Kriegsende konnte das Unternehmen unter größten Schwierigkeiten und zäher Energie wieder aufgebaut und in Betrieb genommen werden.

Während der Nachkriegsentwicklung standen dem Firmeninhaber zwei Söhne, Hans Mandelartz auf dem technischen Sektor und Hermann Mandelartz im kaufmännischen Bereich zur Seite. So konnten wieder produzierte Feuerwehrausrüstungen, Arbeiterschutzartikel und Pferdesportutensilien in alle Teile Deutschlands versandt und in viele europäische Länder exportiert werden.

1959 verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit Hans, 1964 Hermann Mandelartz sen. Der Seniorchef, der auch ein begeisterter und engagierter Reiter war, gehörte 55 Jahre dem Betrieb an und hat die Geschicke des Unternehmens Jahrzehnte tatkräftig und umsichtig geleitet.

Der Pferdesport wurde dem neuen Inhaber der Firma, Hermann Mandelartz also in die Wiege gelegt. Deshalb wurde dieser in den Kriegsjahren zur Kavallerie eingezogen. Nach dem Verlust von Pferd und Freiheit gelang ihm die Flucht aus der Kriegsgefangenschaft, um sich sogleich an dem Wiederaufbau des Unternehmens zu beteiligen.

Mit Restbeständen aus dem Krieg übrig gebliebener Pferde gestaltete Hermann Mandelartz seine Freizeit und konnte Erfolge in Dressur und Vielseitigkeitsprüfungen, wie bereits sein Vater verzeichnen. Sogar Springprüfungen der S-Klasse wurden später erfolgreich absolviert. Klar, dass der Reitsport, der durch Kriegswirren nur noch in ländlichen Gegenden dünn ausgeübt wurde, nicht mehr den Stellenwert und Bedarf früherer Jahre hatte. So wurden schon seit Jahren keine Sättel mehr hergestellt und man beschränkte sich auf Kleinfertigungen und Reparaturen des vorhandenen Materials.

Im Jahre 1968 war zu bemerken, dass ein Aufwärtstrend im Reitsport einsetzte. Fortan wurde in einem separaten Geschäft, dem ersten Spezial-Fachgeschäft in Aachen, der gesamte Pferdsportbedarf angeboten. Dieser Unternehmenszweig entwickelte sich ständig, nicht zuletzt wegen der großen Kompetenz des Herrn Hermann Mandelartz.

1988 verschied dieser plötzlich und unerwartet. Seitdem leitet der Sohn, Herr Enzio Mandelartz, seit 1978 bereits als Student in der Firma tätig, die Geschicke der Unternehmungen. Er saß bereits auf dem Pferd, bevor er laufen konnte. Aufgrund der Hartnäckigkeit seines ersten Reitausbilders, dem Vater, musste er, obwohl sein Herz an der Springreiterei lag, zunächst Siegeserfolge in Dressur und Vielseitigkeit der Kl. L erbringen, bevor er an die geliebte Springreiterei durfte. Neben verschiedenen Titeln in allen Disziplinen, konnte er Siege bis Kl. S erringen und an Deutschen- sowie Europameisterschaften teilnehmen. Ebenso wie Pferde, wurde der Umgang mit Leder und dessen Verarbeitung in seine Wiege gelegt. Neben einem Wirtschaftsstudium legte der jetzige Firmenchef auch die Prüfung als Unterrichtsleiter vor der FN ab.

Inzwischen hatten sich die verschiedenen Unternehmenszweige derart entwickelt, dass erfolgreiches Führen aller Fachrichtungen fortan alleine nicht mehr möglich war. So wurde 1994 der Brand- u. Arbeitsschutzbereich in eine separate, eigenständige Firma gewandelt.

Seit dieser Zeit nun bemüht sich Firma Heinrich Mandelartz ausschließlich um den Reitsport und steht mit der immer wieder weitergegebenen Firmenerfahrung von nahezu 130 Jahren und einer geballten Ladung Kompetenz im Dienste von Pferd und Reiter.

Vieles hat sich im Laufe der 3 Jahrhunderte unserer geschäftlichen Tätigkeit gewandelt. Aber eins hat sich nicht geändert: Das Pferd! In einer Zeit, in der Arbeitslosigkeit und Existenzangst um sich greift, versuchen immer mehr gewissenlose und ignorante Geschäftsleute am Pferde-Freizeitmarkt zu partizipieren. Das hat zur Folge, dass viele wertlose, zum Teil leider auch namensträchtige ‚Markenartikel‘, feilgeboten werden, die dem Reiter, besonders aber dem Ross zum Nachteil gereichen. Lassen Sie es nicht so weit kommen, dass Sie Veterinärärzte, Osteopathen und (Amateur) ‚Einrenker‘ bemühen müssen – wie inzwischen leider zum üblichen Anblick in Reitställen geworden – wir sorgen für das Wohl Ihres Pferdes. Garantiert. Mit uns fahren und reiten Sie sicher, mit der Gewissheit, das Beste für Ihren Vierbeinigen Freund und sich getan zu haben. Nutzen Sie unsere unübertroffenen Vorteile.

Viele internationale Reitsportgrößen aller Disziplinen zählen zu unseren Kunden. Diese Leute vertrauen uns die höchst wertvollen Rücken ihrer Pferde an und holen sich immer wieder unseren geschätzten Rat. Besonders in Sattelfragen. Nehmen Sie sich nicht weniger für sich und Ihr Pferd in Anspruch! Wenn Sie sinnvolles Zubehör wünschen, sich auf das solide Grundsätzliche verlassen wollen und modischen Firlefanz, sowie unnötigen Schnickschnack ablehnen, sind Sie bei uns genau richtig. Pferdewohl steht bei uns ganz oben – vor den Geschäftsinteressen! Wir helfen dem Anfänger genauso gerne, wie dem erfahrenen Profi. Wir arbeiten nicht, weil wir müssen – wir arbeiten, weil wir Spaß am Pferd in Freizeit und Sport haben – und unsere, für Sie unbedingt hilfreiche Erfahrung gerne weitergeben; im Dienste und Sinne des Pferdes.